Mein Europa – Meine Europäer
Europäische BegegnungenMEIN EUROPA – MEINE EUROPÄER
Vom 16. bis 22. November 2025 kamen in HAUS SCHLESIEN 30 junge Europäer aus Polen, Tschechien, Deutschland und Frankreich zusammen, die sich eine Woche lang mit östlichen wie westlichen Grenzregionen, Europa und der EU auseinandersetzten. Verschiedene Vorträge, Workshops und Exkursionen regten die jungen Leute dazu an, sich mit der Kultur und Geschichte dieser Regionen zu befassen und die eigenen Vorstellungen von den Gegensätzen „Ost“ und „West“ zu hinterfragen.
In mehreren Workshops zu europäischen Identitäten, zur Geschichte Schlesiens, insbesondere dem Bruch 1945, zur Sprachenvielfalt und den wechselseitigen Einflüssen auf die Sprache der Nachbarn sowie zur regionalen und nationalen Zugehörigkeit haben die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ihre eigenen Sichtweisen und Gedanken eingebracht, lebhaft diskutiert und die Perspektiven der anderen Nationen näher kennengelernt.
Ein breites Spektrum an Fachvorträgen von Referenten aus allen vier Ländern, u. a. zu Breslau als europäischen Erinnerungsort, zu Sprache, Identität und Vielfalt in Europa sowie zu Karl IV bot vertiefende Einblicke und Hintergrundwissen. Es ermöglichte den Teilnehmerinnen und Teilnehmern, Hintergründe zu verstehen und die eigenen Kenntnisse zur europäischen Kultur und Geschichte zu erweitern.
Bereichert wurden diese intensiven Studientage durch Exkursionen zum Parlament der Deutschsprachigen Gemeinschaft in Eupen, in die Europastadt Aachen und nach Köln. Unumstrittenes Highlight des Seminars war der Besuch im Europaparlament in Brüssel. Eingeladen hatte der Bonner EU-Abgeordnete Axel Voss, der mit den jungen Europäern angeregt aktuelle europapolitische Themen sowie die Zukunft der Europäischen Union erörterte. Im Anschluss stand noch die Besichtigung des Haus der Europäischen Geschichte und ein Stadtrundgang auf dem Programm.
Im Laufe der Woche entwickelten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ein tiefes Verständnis für die Bedeutung und die Herausforderungen europäischer Integration. Besonders die europäischen Grenzregionen wurden als Räume mit großem Potenzial als Brücken zwischen den europäischen Völkern wahrgenommen. Das Seminar eröffnete neue Perspektiven auf Europa, indem Regionen wie Schlesien, das Rheinland und Ostbelgien als Brückenlandschaften sichtbar gemacht wurden.
Am Ende der Woche waren sich alle, einig, dass persönliche Begegnungen zwischen jungen Europäern von unschätzbarem Wert sind und dass Fachbücher, virtuelle Begegnungen oder multimediale Formate nicht annähernd diese Erfahrungen ersetzen können.





Die Finanzierung erfolgte durch das Bundesministerium des Innern sowie die NRW-Landesinitiative Europa-Schecks des Ministers für Bundes- und Europaangelegenheiten, Internationales sowie Medien und Chef der Staatskanzlei des Landes Nordrhein-Westfalen. Weitere Fördermittel stellten die Deutsch-Polnische Gesellschaft der Universität Wrocław/Breslau und die Erika Simon-Stiftung bereit.
